01.02.2010

Luzerner Kantonsspital führt SWISSDRG mit NEXUS-Software ein

Bereits seit 01.01.2010 werden im Luzerner Kantonsspital die Leistungen für die stationären Patienten mit SwissDRG an die Krankenversicherungen in Rechnung gestellt. Die schweizweite und tarifwirksame Einführung des Fallpauschalen-Vergütungssystems SwissDRG erfolgt zwar erst 2012, doch am Luzerner Kantonsspital wird schon heute mit dem KIS von NEXUS und dem SwissDRGGrouper 0.2 mittels SwissDRG abgerechnet.

Das Luzerner Kantonsspital mit seinen Standorten Luzern, Sursee und Wolhusen ist das leistungsstarke Zentrumsspital der Zentralschweiz. 5.500 Mitarbeiter versorgen jährlich rund 36.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten. Damit ist das Kantonsspital Luzern das grösste nichtuniversitäre Spital der Schweiz. Es verfügt über alle medizinischen Spezialitäten von Angiologie bis Zytopathologie und betreibt Notfallstationen für alle Disziplinen. Die flächendeckende Einführung von SwissDRG in der Schweiz erfolgt zum 1. Januar 2012. Bereits zwei Jahre früher hat das Luzerner Kantonsspital am 1. Januar 2010 als erstes Spital der Schweiz SwissDRG eingeführt. Für die Einführung von SwissDRG wurde das Klinik-Informationssystem NEXUS / KIS und das Patientenadministrationssystem NEXUS / HOSPIS erweitert. Die Abrechnung nach SwissDRG findet so in einem durchgängigen Prozess statt, der in vier Teile unterschieden werden kann. Zuerst werden wie gewohnt im klinischen Informationssystem NEXUS / KIS Diagnosen, Prozeduren und Therapien in Formularen erfasst. Diese werden danach von Codier-Experten mit den entsprechenden Katalogpositionen codiert. Für diese Codierung kommt die Fachapplikation NEXUS / DDC in Einsatz. Die Gruppierung erfolgt durch den SwissDRG-Grouper, der in die Fachapplikation integriert ist. Mit NEXUS / DDC wird ebenfalls das nach den Regeln von SwissDRG korrigierte Kostengewicht (adjusted cost weight) berechnet. Mittels verschiedener Kontrollfunktionen wird an dieser Stelle im Prozess eine fach- und sachgerechte Kodierung gewährleistet. Im dritten Schritt erfolgt die Fakturierung im administrativen Komplettinformationssystem NEXUS / HOSPIS. Dazu werden die medizinischen Daten nach den geltenden Tarifverträgen aufbereitet. Danach können Spitalrechnungen nach SwissDRG automatisch erstellt werden, da sämtliche Abrechnungsregeln von SwissDRG im Administrativ-System NEXUS / HOSPIS hinterlegt sind. Sobald die Vorgaben vorliegen erfolgt im letzten Schritt die Umsetzung des elektronischen Datenversandes an die Versicherer.

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